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Auch wenn die “Geiz ist geil” Mentalität nicht mehr so stark ausgeprägt ist wie früher, üben Sonderpostenhändler auf viele Kunden nach wie vor einen großen Reiz und eine oft unerklärliche Faszination aus. Der Wunsch der Kunden, Produkte zu einem augenscheinlich, sensationellen Preis Leistungsverhältnis zu erstehen ist weit verbreitet. Dabei ist es vor allem die aggressive Werbung und die meist zeitlich begrenzten Angebote, die durch den Hinweis: “Nur solange der Vorrat reicht.”, noch weiter angeheizt werden.
Aber auch der Ladenbau für Sonderposten, der sehr zweckmäßig und rudimentär umgesetzt wird, spielt eine entscheidende Rolle und wirkt sich meist unterbewusst als verstärkendes Element auf die Kunden aus.
Bei der Ladenbauplanung von Sonderpostenhändlern, ist vor allem die Funktionalität entscheidend. Da die Ware oft direkt von der Palette weg verkauft wird, müssen die Gangwege entsprechend breit geplant werden. Auch die Wege zum Lager sollten für einen schnellen Warennachschub möglichst nah an das Geschäft angebunden sein und so wenig Strecke wie möglich beinhalten. Ein Augenmerk sollte auf die Traglast der Regale geworfen werden. Denn wenn Ware palettenweise in den Regalen gestapelt wird, müssen diese den Gewichten der meist sehr unterschiedlichen Warengruppen auch standhalten.
Die Kassenzone ist beim Ladenbau für Sonderposten Händler ebenfalls besonders sensibel. Zum einen sollen hier noch möglichst viele Angebote platz finden, bei denen die wartenden Kunden noch einmal zuschlagen. Zum anderen muss die Kassenzone aber auch einen großen Kundenandrang gerecht werden. Denn besonders bei neuen Angeboten kann der Sonderposten Händler schon einmal von seinen Kunden “überrannt” werden.