Konkurrenz aus dem Internet

Wie sieht die Zukunft des Sporteinzelhandels aus?

Veröffentlicht von Storefitting.com am 04.10.2020 12:08

Ebenso wie viele andere stationäre Geschäfte hat auch der Sporteinzelhandel mit jedem vergangenen Jahr mehr mit der Konkurrenz aus dem Internet zu kämpfen. Fragt man die Verantwortlichen, geben diese an, dass ihnen vermehrt die Kunden abhandenkommen.

;Dabei handelt es sich vor allem um Freizeitsportler, die ihr Hobby ernster nehmen. Diese kauften viel und regelmäßig und waren daher wichtige Umsatzstützen. Nun gilt es für den Sporteinzelhandel, sich mit dem Schwund an Kunden und mit der Online-Konkurrenz auseinanderzusetzen. 


Zukunft der Sportgeschäfte- Bild #492490638© tupungato- iStock.com



Sport-Einzelhandel – IST-Situation

Kaum ein Freizeitsportler bestellt seine Laufschuhe, Tennisschuhe oder Fußballschuhe nicht online. Bei den Online-Shops sieht man als Kunde sofort, ob die passende Größe, das gewünschte Modell und die gesuchte Ausstattung vorrätig sind. Und auch, wenn einer dieser Kauffaktoren nicht gegeben ist, so wechselt man einfach und sekundenschnell zu einem anderen Shop. 

Das Paradoxe ist, dass Sportler einen bequemen und bewegungsarmen Weg suchen, ihre Sportgeräte zu kaufen. Hinzukommt, dass die Fahrt zum Laden Zeit verschlingt und der Kunde nicht sicher ist, einen Parkplatz zu bekommen.

Große Ketten verkaufen ihre Ware zudem auch vermehrt über das Internet. In großen Sportgeschäften finden sich häufig nur noch Sportmodeartikel. Der Grund, diese sind schwerer online zu verkaufen, da der Kunde die speziellen Stoffe gerne auf der Haut spüren will, ehe er sich zum Kauf entschließt. Dies gilt besonders bei Funktionskleidung. 


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Der Verkauf des klassischen Sportsortiments wie Tennisschläger, Fitnessgeräte oder Sportschuhen ist im stationären Handel seit Jahren rückläufig. Wer ohne Beratung oder Stöbern weiß, was er will, wechselt immer häufiger von der Offline- in die Online-Verkaufswelten. 

Möglichkeiten des Sporteinzelhandels – Einkaufen als Event

In den USA bereits ein bekanntes System, kommt das Eventshopping in Sportgeschäften auch bei uns allmählich an. Zum Beispiel bekommen die Kunden einen Fitness-Tracker angeschnallt und ab geht die Post. Sie können unter Anleitung von gut geschultem Fachpersonal ein Spinning-Bike, ein Laufband oder ein Workout mit Bändern absolvieren. Auch virtuelles Golf kann zu diesem Eventcharakter beitragen. Hier sind der Fantasie der Einzelhändler keine Grenzen gesetzt. 


Spezialisierung auf Sportgeräte – Bild #464938334 © funstock – iStock.com


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Nicht nur das Verkaufspersonal kann hier hilfreich sein. Als Sporteinzelhandel kann man sich auch gut ausgebildete Personal-Trainer in den Stab holen. Diese sorgen nicht nur für eine gute Beratung, sie können auch kompetente Gesundheitstipps geben. Zudem achten sie darauf, dass sich niemand verletzt. 

Eine tolle Möglichkeit, die dem Kunden bekannte virtuelle Welt mit einem Einkaufsevent zu verbinden, sind VR-Brillen. Diese Virtual-Reality-Brillen können dafür verwendet werden, gegen einen virtuellen Gegner im Shop anzutreten – sei es beim Tennis, beim Skifahren oder bei einer anderen Sportart. Spaß und Freude sind garantiert.

Durch das Ausprobieren der Artikel bekommt der Kunde sofort einen Eindruck, wie die Geräte zu ihm und seinen sportlichen Fähigkeiten passen. Anders als beim Online-Bestellen kann er die Geräte sofort mitnehmen und zuhause ohne Wartezeiten loslegen. 

Eine weitere Möglichkeit, den Umsatz in einem Sporteinzelhandelsgeschäft zu steigern, sind isotonische Getränke und Nahrungsergänzungsmittel. Diese können entweder in einer gesonderten Abteilung oder neben dem Gerätesortiment angeboten werden. Auch als Produkte für Spontankäufe an der Kasse eignen sich diese hervorragend.  

Zukunftsweisende Marktlücken – kleiner Laden oder Kette

Spezialisierung ist das Zauberwort, wie sich viele Sporteinzelhändler am Markt gegen die Global Player behaupten können. Fokussiert sich ein kleiner Sportartikelladen zum Beispiel auf den Laufsport, wissen die Kunden genau, was sie dort erwartet – hochwertige Waren, ein passendes Ambiente und eine top Beratung von bestens ausgebildetem Fachpersonal.


Spezialisierung für Laufanalyse – Bild #512698489 © Yuri_Arcurs – iStock.com

Viele kleine Händler sehen sich im Vergleich zu Ketten sogar im Vorteil. Obwohl zweitere günstiger anbieten können, suchen ausschließlich preisbewusste Kunden ihre Waren eher im noch günstigeren Onlinehandel. Kleine Läden sind wie Spezialitätenläden – hier erwartet man statt Dumpingpreisen gute Beratung und hochwertige Waren.

Schlagworte Eventshopping Fachhandel Sportgeschäft Virtual-Reality

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