Kostenmanagement

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Das Kostenmanagement (auch Kostencontrolling genannt) wird als Sammelbegriff verstanden und beschreibt die aktive Kostenkontrolle, Kostensteuerung und Kostenplanung für ein Ladenbau- oder Messebau-Unternehmen. Das Kostenmanagement sorgt dafür, dass die ursprünglich kalkulierten Kosten und alle Kostenänderungen erfasst und überprüft werden. 


Kostenmanagement im Ladenbau und Messebau – Bild #1129810557 © Chalirmpoj Pimpisarn – iStock.com

Kostenermittlung

Am Anfang eines jeden Projektes steht zunächst die Kostenermittlung oder auch Kostenplanung. Diese erfolgt bei Ladenbauprojekten durch den Auftraggeber und seine entsprechenden Berater, einen Architekten oder Projektsteuerer. Zur Ermittlung des ersten Kostenansatzes für ein geplantes Projekt wird ein Orientierungswert gebildet. Dieser wird anhand von Kostensätzen vergleichbarer Projekte x Menge (qm) in Abhängigkeit von Standort und Aufwand des Entwurfes errechnet.

Anschließend entsteht eine konkrete Kostenschätzung in LPH 2 (Vorplanung) sowie eine Kostenberechnung in LPH 3 (Entwurfsplanung) durch den Architekten. 

Kostenüberwachung

Während Ausschreibung und Vergabe wird die Kostenberechnung mit tatsächlichen Angeboten von Unternehmen hinterlegt. Ziel der Kostenüberwachung ist es, die Einhaltung der Gesamtprojektkosten zu gewährleisten. Dabei kann es sein, dass einzelne Kostengruppen teurer werden, andere jedoch günstiger vergeben werden können. 

Im Rahmen der Bauausführung kann es dann durch zusätzliche Wünsche des Bauherrn, geänderte Anforderungen, Planungsfehler etc. zu Kostensteigerungen kommen. 

Häufige Fragen zum Thema Kostenmanagement

Was ist eine Kostenstruktur im herkömmlichen Sinne?

Die Kostenstruktur im Sinne des Rechnungswesens beschreibt die Aufteilung der internen Kosten auf verschiedene Kostenstellen im Unternehmen. So kann zwischen Kostenabhängigkeiten (fixen und variablen Kosten) eines Unternehmens unterschieden werden. Ebenso ist eine Betrachtung hinsichtlich Kostenarten (Materialkosten, Personalkosten, Gemeinkosten) möglich. 

Was ist eine Kostenstruktur auf Bauprojekte bezogen? 

Die Kostenstruktur in Bauprojekten kann nach unterschiedlichen Aspekten erfolgen. 

Kostenschätzung und Kostenberechnung werden elementorientiert nach der DIN 276 erstellt. Diese beschreibt und nummeriert die Grobelemente (z.B. 340 Innenwände) und Bauelemente (342 Nichttragende Innenwände) eines Bauwerks. 

Mit Beginn der Ausführungsplanung oder spätestens bei der Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen ändert sich die Kostenstruktur zu einer gewerkeorientierten Gliederung nach VOB. Hier wird nun eine Umsortierung der Kostenstruktur erforderlich.

Warum Kostenmanagement?

Da sich im Laufe eines Ladenbau- oder Messebau-Projektes Anforderungen ändern können und der Detaillierungsgrad immer genauer wird, können in der Planungsphase eines Bauprojektes die Kosten nicht abschließend definiert werden. 

Durch die Änderung der Kostenstruktur sowie Änderungen im Bauablauf oder Nachträge ist die Überwachung der Kosten eine wichtige Aufgabe. Es muss stets gewährleistet werden, dass das Budget nicht überschritten wird und falls doch, dass diese Überschreitungen abgedeckt und vom Bauherrn bestätigt werden.  

Was ist Kostencontrolling?

Während des gesamten Projektverlaufes müssen die SOLL Kosten des Budgets mit den tatsächlichen IST Kosten verglichen werden. Gegebenenfalls sind Optimierungen in Form von Alternativlösungen in der Ausführung oder Veränderung von Prozessen zu diskutieren. 

Hierfür ist der Einsatz eines Kostenmanagement Tools sinnvoll. Mit einem solchen Tool lässt sich auch eine entsprechende Gesamtprognose berechnen.